Auch heute von Heiligen lernen

Die Verehrung von tugendhaften Menschen als nachahmenswerte Vorbilder gab es schon in der jungen Kirche der ersten Jahrhunderte. Märtyrer und Glaubenszeugen wurden bereits in frühchristlicher Zeit als Patrone für Kirchen benannt. Man verehrte sie als Vorbilder im Glauben sowie als Fürsprecher bei Gott.

In der Absicht, auch den Menschen unter den Schutz und die Fürsprache eines Heiligen zu stellen, wurde es schon zur Zeit der Kirchenväter Sitte, Kindern Namen von Heiligen zu geben. Ab dem späten Mittelalter verstärkte sich die Tradition, den Namenstag als besonderen Tag des Schutzpatrones feierlich zu begehen.

Diese typisch katholische Tradition, den Namenstag zu feiern, hielt sich bis in unser Jahrhundert, wenngleich sie in den letzten Jahrzehnten zugunsten des Geburtstages ein wenig in den Hintergrund geraten ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es seit über zwanzig Jahren ein Anliegen des Seelsorgeamtes der Diözese Regensburg, die Heiligen und Namenspatrone wieder besonders in Erinnerung zu rufen.

Mein Wunsch ist, dass die Aktion "Namens- und Kirchenpatrone" eine wertvolle Hilfe für die Seelsorge in der Pfarrei, vor allem auch in der Familie, in Kindergarten und Schule sein kann.

Prälat Peter Hubbauer
Domkapitular
Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese Regensburg